Schwabing-Shiatsu

Poesie- und Bibliotherapie


Sprache, die heilt. Schreiben, das bewegt.

Poesie- und Bibliotherapie mit Elisabeth Faure in München

Viele Menschen tragen Gedanken und Gefühle in sich, für die sie noch keine Worte gefunden haben. Manchmal, weil der Alltag keinen Raum lässt. Manchmal, weil niemand fragt.

In meiner Arbeit erlebe ich täglich, wie Sprache etwas in Menschen bewirkt: Klarheit, Erleichterung, Orientierung. Nicht weil Schreiben ein Allheilmittel ist, sondern weil es uns erlaubt, uns selbst zuzuhören.

Für wen ist das geeignet?

Wir alle tragen viele Geschichten in uns, die ihren Ausdruck finden möchten. Und in jedem Menschen ist ein sprachliches Ausdrucksvermögen vorhanden, das es ermöglicht, Gedanken und Gefühle in Worten zu fassen. Es bedarf keiner besonderen literarischen Fähigkeiten und keiner speziellen Grammatikkenntnisse.

Poesie- und Bibliotherapie ist für jeden Menschen geeignet, der an persönlichem Wachstum und Selbsterkenntnis interessiert ist – konkret für Menschen, die:

  • sich in einer Phase des Übergangs oder der Neuorientierung befinden
  • ihre eigene Geschichte besser verstehen möchten
  • Schreiben als Werkzeug zur Selbstreflexion entdecken wollen
  • Bücher und Sprache als Kraftquelle erleben

Somit kann jeder erfahren, dass Schreiben eine Kraftinsel sein kann.

Viele Teilnehmerinnen erleben, wie das Schreiben Dinge sichtbar macht, die vorher irgendwie da waren – aber noch keine Form hatten.

Was ist Poesie- und Bibliotherapie?

„Poesie- und Bibliotherapie“ ist eine therapeutische Methode, die die Heilkraft der Sprache nutzt: Durch das Medium kreativ gestalteter Sprache werden Prozesse von Veränderung, Kreativität und persönlichem Wachstum in Gang gesetzt und unterstützt. Im Lesen, Sprechen und im Schreiben eigener und fremder Texte wird die Sprache der Dichtung als heilend erlebt.

Poesie- und Bibliotherapie zählt wie die Musik-, Mal- und Gestalttherapien zu den expressiven und kreativen Therapien. Da es nicht nur um Heilung, sondern allgemein um Persönlichkeitsentwicklung geht, ist sie für jeden Menschen geeignet, der an persönlichem Wachstum und Selbsterkenntnis interessiert ist.

► Zur Geschichte der Methode: Von der Antike bis heute

Sowohl die Sprache als auch die Schrift haben eine lange Tradition in der Heilkunst:

Es gibt magische Formeln, Wahrsagungen, Trostsprüche, Loblieder und die Besprechung von Wunden. Die heilende Wirkung von gestalteter Sprache ist seit der Antike bekannt. Apoll, Vater des Asklepios, ist der Gott der Heilkunst, zugleich aber auch Gott der schönen Künste, der Poesie. In den Heil- und Gesundheitszentren des Asklepios waren alle Künste vertreten: im Odeon die Musik, im Theatron die Sprache und das dramatische Handeln.

Die antiken Zeugnisse sind vielfältig und verweisen auf zwei Formen der Praxis: das rezeptive Hören oder Lesen heilsamer Worte, aus dem biblos, aus dem Buch, und das aktiv-produktive Gestalten mit Worten, die poiesis – was zugleich die selbstwirksame Möglichkeit darstellt, sein Leben und sich selbst zu gestalten.

Seit dem 19. Jahrhundert haben sich daraus zwei Anwendungsmöglichkeiten herausgebildet: die rezeptiven Heilwirkungen durch Lektüren – das heißt durch Bibliotherapie – und die aktiv-produktiven durch eigene Textgestaltung, also durch Poesietherapie.

Zwei Wege – ein Ziel

Bibliotherapie: Lesen, das berührt

Die Bibliotherapie geht von einer Idee aus, die jeder Leser wohl bestätigen wird: Lesen hat eine beruhigende und heilsame Wirkung. Lesen ermöglicht es uns, bei uns selbst anzukommen. Es entschleunigt und lässt uns innehalten. Bücher können Begleiter in schwierigen Zeiten sein. In Büchern begegnet uns ein Leben, das uns mitunter sehr real erscheint, vor allem wenn wir uns darin selbst erkennen und wiederfinden.

Lesen bedeutet auch Freiheit – die Freiheit, in Geschichten einzutauchen und wieder auszusteigen, sich einzulassen und mitzufühlen oder als Zuschauerin am Rand zu stehen. Lesen eröffnet uns auch die Freiheit zu phantasieren. Beim Lesen, Denken und Phantasieren kann uns niemand etwas vorschreiben und niemand kann uns einschränken. Nicht umsonst wurden und werden Bücher in diktatorischen Gesellschaften als gefährlich angesehen und verboten.

Bei jedem Menschen sind es andere Bücher, die dazu beitragen, dass er sich entwickelt und entfaltet. Daher achte ich bei der Leseempfehlung darauf, ob das Buch einer Person etwas zu sagen hat oder etwas zu geben vermag. Wenn wir ein Buch lesen, erschaffen wir eine eigene Welt in unserem Kopf. Dies ist ein ungeheuer schöpferischer Akt. Welche Bedeutung die im Buch verwendeten Worte für uns bekommen, hängt einzig allein von dem Leser ab, der den Text interpretiert und mit Assoziationen auflädt.

Poesietherapie: Schreiben, das befreit

Anders als im literarischen Schreiben, wo in erster Linie die literarische und ästhetische Qualität der Texte im Mittelpunkt steht, geht es in der Poesietherapie um das Schreiben als Mittel zur Selbsterforschung und Selbstreflexion.

Durch das Schreiben werden lose Ereignisse und Erfahrungen miteinander verbunden und retrospektiv besser verstanden. So werden im Erzählen Sinnzusammenhänge hergestellt. Im spielerischen Umgang mit den Worten entdeckt man das Spannungsfeld von Erinnerung und Fiktion.

Auf diese Art und Weise stärkt die Poesietherapie unsere Identität und wird als ressourcenaktivierende Tätigkeit erfahren.

“Jeder und jede von uns liest anders, wie kein Leben mit einem anderen identisch ist”, schrieb Ruth Klüger …

… und wir möchten ergänzen: Wir lesen auch nicht einen Text zu allen Zeiten und in allen Situationen gleich.

Wie ich arbeite

In meinen Schreibwerkstätten ist der Übergang zwischen Lesen und Schreiben fließend: Texte werden als Inspiration gelesen oder gehört – darauf wird dann schreibend geantwortet.

Ich arbeite mit verschiedenen Schreibtechniken und Schreibanlässen. Das Schreiben muss dabei nicht immer einer vorgegebenen Form folgen: Gerade im assoziativen Schreiben finden Gedanken und Gefühle unzensiert ihren Ausdruck. Das ist die Gelegenheit, zu sich selbst zu sprechen, sich zu erkennen.

Der geschriebene Text wird ein Medium, das mit bewussten und unbewussten Inhalten geladen ist. Davon ausgehend können Übungen der lyrischen Verdichtung des Textes dabei helfen, das Unbewusste zu entziffern. Im Vorlesen der eigenen Texte in der Gruppe beginnt die Integration des Erfahrenen. Im Kontakt mit anderen, im Feedback und Sharing, werden neue Einsichten möglich.

Erfahrungen und Erkenntnisse werden deutlich – das kann zu Klarheit über Veränderung und Neuorientierung führen.

Die Schreibwerkstatt

Regelmäßige Schreibzeiten in kleiner Gruppe, geleitet von Elisabeth Faure in München. Für Einsteigerinnen und alle, die Schreiben als Weg zu sich selbst entdecken möchten.

→ Alle Infos zur Schreibwerkstatt

Neugierig geworden? Hier sind die häufigsten Fragen, die mir Menschen stellen, bevor sie zum ersten Mal kommen.

Häufige Fragen

„Muss ich für die Schreibwerkstatt gut schreiben können?“
Nein, überhaupt nicht. In meinen Werkstätten geht es nicht um literarische Qualität, sondern darum, was in jedem einzelnen steckt.

„Ist das nicht eher etwas für Menschen in einer Krise?“
Nicht unbedingt. Poesie- und Bibliotherapie ist kein Krisenformat, sie ist Persönlichkeitsentwicklung. Sie ist für jeden, der sich selbst besser verstehen und das eigene Leben klarer sehen möchte.

„Was erwartet mich in der Schreibwerkstatt? Ich bin unsicher.“
In meinen Werkstätten gibt es keine falschen Antworten und keinen Erwartungsdruck. Jede Sitzung beginnt mit einem Impuls – Text oder Bild – und entfaltet sich von dort. Jeder bestimmt selbst, wie tief es geht.

Bereit für den nächsten Schritt?

Die Heilkraft der Sprache und des Schreibens ist eine faszinierende und wirksame Methode, die Menschen berührt und Veränderungsprozesse anregt.

Jeder, der Interesse hat, sich besser kennenzulernen und sich intensiver mit seiner Lebensgeschichte zu beschäftigen, wird große Freude in meiner Schreibwerkstatt haben.

Schwabing‑Shiatsu
Römerstraße 28
80803 München

Telefon: +49 (0)160 / 96433460

Elisabeth FAURE:
Montag–Donnerstag: 08:00 – 18:00 Uhr
Mittwoch: 08:00 – 20:00 Uhr
Freitag: 08:00 – 16:00 Uhr

Praxis Numia
Unertlstraße 37
80796 München

Telefon: +49 (0)170 / 1050469